"Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

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"Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Do Aug 18, 2011 2:07 pm

Inhalt:


  1. "Grußworte" - (neu) 01.06.2011
  2. "Der KV - in 80 Tagen über die Karte." - 01.06.2011
  3. "KV-1S - Ein Mauerblümchen mit Dornen." - 08.06.2011
  4. "Rallye WoT - Panzerfahren mit Bleifuss." - 25.07.2011
  5. "Wanderzirkus WoT - von Marktschreiern und Weltuntergangspropheten." - 05.08.2011
  6. "Statistik WoT - von der Kunst zwischen den Zahlen zu lesen." - 10.12.2011
  7. "Es war einmal... war da was?" - 14.10.2014


"Grußworte"

Gedanke des Tages: "Ideas are bulletproof." (V for Vendetta)


Erstelldatum: 12.08.2011

Hallo liebe Panzerknacker,

ebenso wie ich, wird auch meine Kolumne weiterhin das Kürzel PZK tragen. Ich denke, dass der öffentliche Bereich eigentlich der beste Platz für ein Thema dieser Art ist, da so auch Besucher erkennen können, wie wir uns mit dem Spiel identifizieren.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand den Thread oben anpinnt, damit ich ihn wieder finde, wenn mir nach ein paar Wochen mal wieder einfällt etwas zu schreiben.  Smile

Der Sinn und Zweck dieses Threads ist es mein Gedankengut bezüglich WoT unters "Volk" zu bringen. Das dient sowohl euren, als auch meinen Interessen, denn hier kann jeder Lesen und Kommentieren, wenn er Lust dazu hat und ich stoße dabei auf Leute die gerne Fachsimpeln, ohne andere Anwesende im TS damit zu belästigen.

In diesem Sinne werde ich hier nach Lust und Laune kleine Artikel zu Panzern, Spielmechaniken oder allgemeinen Themen rund um WoT verfassen. Vieles davon wurde sicher schon einmal angesprochen und/oder tot diskutiert, doch solang ich es los werden will, schreib ich es trotzdem.
Kommentieren dürft ihr gern, manchmal kann es jedoch passieren, dass ich den Thread entrümpeln lasse.

Damit wünsche ich allen Lesern viel Kurzweil und die Geduld sich durch meine geistigen Ergüsse zu arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias (Brethren)


Zuletzt von Brethren am Di Okt 14, 2014 1:54 pm bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet

Brethren
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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Do Aug 18, 2011 2:08 pm

"Der KV - in 80 Tagen über die Karte."

Gedanke des Tages: "Ich habe ein Monster erschaffen... und es ist hässlich." (Brethren über seinen KV)

Erstelldatum: 01.06.2011

So liebe Leser und Leserinnen,

nachdem ich heute diese kleine Kolumne eröffnet habe, möchte ich natürlich auch gleich mit einem ersten Beitrag aufwarten.

Als ich während der Beta-Phase des Spiels zu den Panzerknackern kam teilten sich am KV die Meinungen. "Ein unbeweglicher Klotz, aber leider ein notwendiges Übel, um die USSR-Heavies zu fahren" sagten die einen, "Ein sau geiles Teil, mit starker Kanone." urteilten andere.
Ich muss gestehen, ich habe seinerzeit den KV mit Free-XP übersprungen. Erst ein paar Wochen vor Release habe ich beschlossen dieses Ding, genauer gesagt die 152mm-Kanone zu testen.

Zu diesem Zweck verkaufte ich meinen IS-4 (ein wirklich starker Panzer, aber mir machte er nur wenig Spaß) und nutzte Garagenplatz, den millionenschweren Umsatzerlös und die nun freie Panzerbesatzung aus, um mir den KV in die Garage zu stellen. Dazu gabs die 'Ventilation', den 'Tank Gun-Rammer' und den 'Enhanced Gun Laying Drive', zusammen mit etwas Gold, um die armen Panzerfahrer darüber hinweg zu trösten, dass sie von ihrem modernen Gerät auf eine alte Rostlaube umgeschult wurden.

Nun habe ich keine genauen Erinnerungen mehr an die ersten paar Runden, doch relativ schnell kam ich zu dem Schluss, dass dieser Panzertausch eine der besten Spiel-Entscheidungen war, die ich bisher getroffen habe. Denn ich gehöre eindeutig zu dem Spielerkreis, der ohne Verlegenheit sagt: "Das Teil ist geil!"

Was ist nun dran, an dem 'Für und Wider' des KV?
Aus meiner Sicht kann ich sagen: So langsam wie es oft verflucht wird, ist dieses Fahrzeug gar nicht. Gut, man sollte seinen Drang bremsen viele Haken zu schlagen (fiel mir als Medium-Fahrer nicht ganz einfach), doch wenn man ihn geradeaus vorwärts oder rückwärts laufen lässt, geht es. Ich erinnere mich an mehr als eine stichelnde Bemerkung, als ich an Krugher's Tiger vorbei zog.
Mit seiner geringen Sichtweite gewinnt der KV beim Entdecken von Gegnern allerdings keinen Blumentopf. Bei 350m Sicht auf beiden Türmen kann man getrost auf das Scherenfernrohr verzichten und das Aufklären seinen Team-Kollegen überlassen.
Die Bewaffnung kann sicher dagegen ungeniert sehen lassen. Die 107mm ZiS-6 ist auf diesem Tech-Level eine kaum zu schlagende Kanone und klarer Favorit auf jedem KV. Aus Spaß an der Freude jedoch liegt die 107mm bei mir meist im Depot und aus dem kantigen Turm ragt eine umgebaute städtische Abwasserleitung - die 152mm.
Es mag etwas verwunderlich klingen, aber alle KV-"Rekorde", die ich bisher in unserem Ranking anmelden konnte, entstanden mit der 152mm. Wer sich darüber beschwert, dass diese zu langsam nachläd... hat Recht. Wer sich darüber beschwert, dass man mit dieser Wumme nichts trifft... hatte keinen 116%-Schützen. Very Happy
Das dicke Rohr mit seinen Sprenggranaten macht unerhört viel Laune beim Spielen. Man kann auf alles Schießen was sich zeigt und macht von Tech 1 bis Tech 10 Schaden. Gerade deswegen passiert es manchmal, dass sich ein Tiger II oder IS-3 nicht um eine Ecke traut, weil ihn dort ein fußballgroße Paketbombe erwartet. Es gibt wenig in diesem Spiel, über das ich mich so schelmisch amüsieren kann, wie diese Art Szene. Razz
Eine Situation bei meinem KV, die mich jedoch noch mehr erheitert, ist wenn ich einen Treffer auf längere Distanz platzieren kann. Ein Grund dafür, dass die 152mm mir besondere Freude bereitet ist die veränderte Erwartungshaltung beim Schießen. Seien wir ehrlich zueinander: Mit den meisten Kanonen ärgert man sich, wenn man daneben schießt. Wenn ich jedoch mit dem KV meine Runden drehe, gehe ich viel stärker davon aus, dass ich daneben schießen werde. Über 300m rechne ich noch mit einer Treffer-Wahrscheinlichkeit um 50%. Dem entsprechend hebt es mich immer vom Stuhl, wenn ich mit steigender Schussweite dennoch treffe. Diese Umkehrung führt dazu, dass man die 152mm viel öfter mit ihren "unwahrscheinlichen Treffern" im Kopf behält, als das ärgerliche "mein Panzer trifft einfach nicht" mit anderen Kanonen. Unterstützt wird das Erlebnis dann auch noch durch die Sprenggranaten, die egal auf welche Reichweite und Panzerung Schaden machen. Um diese These zu unterstützen kann ich sogar noch meine weitesten Abschüsse mit der 152mm aus dem Gedächtnis aufzählen: 507m, 511m, 522m. Smile

Weg von den sehr subjektiven Eindrücken, hin zu dem Versuch einer objektiven Betrachtung des Fahrzeuges, das die Meinungen der Spieler teilt.
Mehr als viele andere Fahrzeuge forciert der KV mit 152mm das "vorrausschauende Fahren". Wer mit diesem behäbigen Panzer und seiner langen Nachladezeit sein Umfeld nicht im Auge hat, die anderen Fahrzeuge nicht gut kennt und seine Gegner nicht einschätzen kann, der geht mit diesem Gerät in den meisten Gefechten hilflos wie ein kleines Kind unter.
Ich will mich nun nicht so weit aus dem Fenster lehnen zu behaupten der KV sei nur etwas für "Könner". Eher will ich darauf hinaus, dass der KV ein prima "Schul-Fahrzeug" ist. Wer ihn mit der 152mm-Kanone gemeistert hat, der kann das Gelernte wunderbar auf jeden anderen Panzer übertragen.

Um nun im Sinne des Artikel-Leitspruchs zu schließen:
Das einzige was hässlicher ist als das kantige Äußere des KV oder seine Makel, sind die Löcher die er in Feindfahrzeuge reisst.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias (Brethren)


Zuletzt von Brethren am Do Aug 18, 2011 2:10 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Do Aug 18, 2011 2:08 pm

"KV-1S - ein Mauerblümchen mit Dornen."

Gedanke des Tages: "Großmutter, warum hast du so große Zähne?" (Rotkäppchen)

Erstelldatum: 08.06.2011


Guten Tag liebe Fangemeinde,

ich denke es ist mal wieder an der Zeit, dass es hier etwas für die Augen gibt. Das zählt insbesondere für Diejenigen, die wie ich, gerade auf Arbeit etwas weniger zu tun haben.

Vom KV wissen wir, dass die Spielergemeinde geteilter Meinung über ihn ist. Vom KV-1S hingegen... wissen die meisten Leute erschreckend wenig. Gerade zur Zeiten der Beta schien es mir, als wüssten manche Leute gar nicht, dass er überhaupt existiert.

Für mich war der erste KV-1S eine Bauch-Entscheidung. Durch den KV bin ich mit Free-XP gesprungen und stand vor der Entscheidung zwischen einem 70t-Koloss und etwas, das sich nach seinen Werten zumindest halbwegs bewegen konnte. Da ich jedoch durch meine vorherige Laufbahn an Mediums und motorstarke Heavies gewöhnt (wohl eher schon verwöhnt) war und der '1S' auch noch für weniger Credits zu haben war, fiel bei mir die Entscheidung in diese Richtung.
Mir den KV-1S nach dem Release relativ schnell wieder zu holen war dagegen eine Herzens-Enscheidung.

Zwar sehe ich in letzter Zeit vermehrt diesen Panzertyp herumfahren, doch ich mache mir nichts vor: Er gehört zu einer kaum beachteten Randgruppe.
Die meisten Spieler wissen wie eklig zäh der KV-3 ist, oder haben zumindest davon gehört. Der KV-1S hingegen kann rein mit seinen Werten auf dem Papier weniger stark überzeugen. Nachdem momentan auch noch beide Fahrzeuge ein Parallel-Leben führen, sticht die dicke Rumpelkiste ihren leichteren Kollegen im Wettbewerb um Garagenplätze meistens aus. Und sowohl innerhalb der Panzerknacker, als auch in regulären Spielen werde ich immer wieder gefragt, warum ich dieses Ding eigentlich fahre, das weder Medium noch Heavy sein mag.

Doch gerade diese Mischung, aus Geringschätzung im Vergleich mit dem KV-3 und der allgemeinen Unwissenheit, macht diesen Panzer brandgefährlich. Wo der KV-3 durch seine Behäbigkeit sehr berechenbar ist, glänzt der '1S' mit der Beweglichkeit eines Mediums.
Um ehrlich zu sein fährt man diesen 'leichten Heavy' doch eher wie einen Medium - als Unterstützer, als schnelle Reserve oder als Flankenpanzer.
Gerade das letzte Aufgabenfeld erfreut mich des Öfteren auf teuflische Weise. Ich stelle mir gern vor wie sich der schnelle Flankenangriff des Feindes fühlt, wenn er zu spüren bekommt, dass ihm eine 122mm-Kanone entgegen kommt. Und auf der Flucht muss der Kommendant dann noch feststellen, dass sein Verfolger genauso schnell fährt wie er. Twisted Evil
Auch die Aufgabe als Unterstützer bereitet viel Spaß, denn ebenso wie KV und KV-3, zeichnet sich der KV-1S dadurch aus, auch höhere Tech-Tiers ohne Weiteres zu beschädigen zu können. Mehr noch: Er ist in diesem Feld seinen KV-Kollegen sogar eindeutig überlegen. Denn während der KV-3 meist auf die Front des Tiger II oder IS-3 feuern darf... schafft es der '1S' durch seine Beweglichkeit gut in deren Flanke.

Schlussendlich gab der Patch 0.6.4 dem KV-1S dann noch ein starken Schub. Endlich über 800 Hitpoints, was einem "Heavy" doch eigentlich zustehen sollte. Zudem wurde die Gelängegängigkeit um "10%" verbessert, ein Punkt der auf dem Papier (Patch-Note) erst zu wenig greifbar war, sich jedoch schon bei den ersten Runden als echtes Zuckerstück entpuppte. Der KV-1S zeigt kaum noch Unterschiede im Fahrverhalten vom leichten Gelände zur Strasse, inklusive Beschleunigung.

Also wer den Drang verspürt im mittleren Panzerfeld mal ein wenig Spaß zu haben, dem kann ich den KV-1S nur ans Herz legen. Er sorgt immer wieder für lustige Momente mit panisch flüchtenden Tech6ern, Stug-One-Shots und Schwergewichtlern, die ihn einfach nicht zu fassen kriegen. Sehnsüchtig trachte ich noch danach meinen Pre-Release-Rekord (2300XP bei 8 Kills) zu wiederholen und kann mittlerweile auch über diese verwirrten Neu-Spieler amüsieren, die meinen sich hinter einem 'Heavy' verstecken zu können... der in Wahrheit keiner ist.
Stattdessen ist der KV-1S ein Schaf im Wolfspelz, ein 'Großmütterchen mit großen Zähnen' auf der Jagd nach dem nächsten Rotkäppchen.

Mit freundlichen Grüßen,

Matthias (Brethren)


Zuletzt von Brethren am Do Aug 18, 2011 2:11 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Do Aug 18, 2011 2:08 pm

"Rallye WoT - Panzerfahren mit Bleifuss."

Gedanke des Tages: "I'm a leaf in the wind. Watch me soar." (Wash, Serenity)

Erstelldatum: 25.07.2011

Guten Mittag meine Damen und Herren, guten Morgen liebe Studenten.

Mit Schrecken muss ich feststellen, dass mein letzter Artikel hier nun fast schon zwei Monate zurück liegt.
Da ich nach den zurück liegenden Klausuren in den vergangenen Wochen mein Leben aber nun endlich zurück habe, fühle ich mich verpflichtet mich hier wieder ein wenig auszuleben.

Zum Zweck einer Themenfindung muss ich mich glücklicherweise nur in meiner reich gefüllten Garage umsehen. Dort reihen sich 22 Fahrzeuge verschiedenster Nationen aneinander. 5 Fahrzeuge fallen dabei in eine Kategorie, die gerade leider nur als Hobby Verwendung findet:
T2 Light Tank, Luchs, Pz38nA, Leopard, PzIII - Vehikel mit niedrigem Tech-Level und hoher Endgeschwindigkeit.
Da durch die Einführung der Clan-Wars die Kompanie-Schlachten quasi nur noch eine Randerscheinung sind, kann man sich mehr und mehr über den Sinn streiten sich überhaupt so kleine Panzer in der Garage zu halten. Mag der Spaß-Faktor in normalen Gefechten sicherlich noch ein Grund sein, gibt es momentan leider nur wenig Anreize sich für Clan-Angelegenheiten auf Späh-Fahrzeuge zu konzentrieren und ich hoffe inständig, dass zukünftige Änderungen oder Erweiterungen kleinere Tech-Level und eine flexibel aufgestellte Garage wieder begünstigen.

Denn seien wir einmal ehrlich: Wer von uns hat nicht irgendeinen kleinen Panzer in der Garage, den er zu lieb gewonnen hat, um ihn zu verkaufen, ihn aber kaum noch fährt, weil es sich weder beim Skillen, noch beim Credits-Sammeln lohnt?
Dabei sind die kleinen Flitzer für die ein oder andere Erkenntnis und/oder Überraschung gut. Jeder hat schon einmal ein Gefecht erlebt in dem ein kleiner, eigentlich unbedeutender Panzer gleich nach Gefecht-Beginn die Artillerie aufdeckt und so die Schlacht schon vorentscheidet, obwohl es gerade erst los gegangen ist.
Auch kann ein getarnter Späher dafür sorgen, dass eine ganze Flanke des eigenen oder gegnerischen Lagers fällt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wehe den Gegnern, wenn ich mit meinem 38nA oder dem Leo auf Malinovka oder Komarin lande. Bin ich sonst ein sehr nervös auf dem Gaspedal, kann ich mich in dieser Situation seelenruhig zurück lehnen und zusehen, wie das andere Team in Stücke geschossen wird.

Wie wohl hinreichend bekannt taugen T2 Light, Luchs und PzIII weniger für solche Späße... dafür für andere um so mehr.

Der Luchs ist da wohl noch am schwierigsten zu handhaben. Erstaunlich zu welchen Haken das kleine Ding fähig ist. Nicht erst einmal bin ich in einer Kurve innen (!!!) mit etwas kollidiert, weil ich den Wendekreis größer eingeschätzt habe. Dummerweise bewegt sich der Turm des Luchs dagegen sehr langsam und wird dabei ebenso oft ausgekurvt, wie meine Gegner.

Der PzIII ist dagegen ein kleiner Rambo. Öfter landet man in Gefechten bis Tech 4 oder 5. Dann gibt es nur eine Devise: Gas bis zum Anschlag, ran an den Feind, drauf und drüber. Bis Tech-Level4 haben nur Panzerjäger gegen den kleinen Wehrmachtssoldaten eine Schnitte. Alles andere scheitert an der starken Frontpanzerung und der hohen Agilität des PzKpfw III. Kleinere oder gleichwertige Fahrzeuge muss man nicht einmal unbedingt zerschiessen... ein Rammstoss mit 60 Sachen macht fast jedem Kleinvieh den Gar aus.
Tages-Tipp für jeden, der sich etwas Spaß gönnen will: Geht mal auf Leoparden-Jagd. Mag der Leo zwar auf dem Papier schneller sein, reichen die 5km/h nicht aus, um davon zu kommen. Spätestens bei der nächsten Kurve holt der wendigere PzIII wieder auf. Die 5cm kitzelt nur an der 70mm-Panzerung und die eigenen 7,5cm HE-Geschosse brechen immer wieder ein Stück aus der kleinen Raubkatze herraus. Twisted Evil
Um diese Fahrweise zu unterstützen habe ich meinen Panzer 3 neben der Ventilation noch mit zusätzlichen Laufpolstern und Splitterschutz ausgerüstet.
5x "Top-Gun" (aka. "Krieger" ) bei 140 Gefechten... das System funktioniert. Wink

Der T2 Light Tank ist auf seinem Level eine Klasse für sich. 72km/h Spitze und eine Motorisierung* die wenig Konkurrenz erfährt.
Jede Fahrt folgt bei mir dem Motto, das ihr oben als "Gedanke des Tages" findet. Ich kündige es im Gefechts-Chat an und lege los. Dabei schiesse ich nur mehr oder minder erfolgreich auf Feindfahrzeuge (meine Statistik zeigt eine Trefferquote von 30%). Viel eher versuche ich mich an kleinen "Stunts", versuche mehrere "Runden" über die Karte zu drehen und zähle wie viele ich überlebe. Auf der Karte Mines funktioniert das sehr gut... und bringt gegnerische Formationen regelmäßig durcheinander, wenn ich mit meiner kleinen Rennsemmel durch ihre Reihen flitze. Very Happy
Doch auch wenn ich oft großspurig behaupte, dass ein T2 Light nur bei einer Geschwindigkeit jenseits der 50km/h wirklich lebt, zeigen meine zwei "Top-Gun" (aka. "Krieger" ), dass ich doch ab und zu anhalte, um zu schiessen.

(*Motorisierung: Das Verhältnis von PS/Gewicht, als grundlegender Vergleichswert für die Beschleunigung eines Fahrzeuges.)

Unterm Strich hoffe ich darauf, dass es in Zukunft mal wieder einen Grund geben wird für "Clan" und "Vater-Provinz" in meine kleinen Rennmaschinen zu steigen. Möglicherweise ist die Zeit irgendwann reif für ein "Renn-Gefecht" in dem man, natürlich bewaffnet, versucht schnellst möglich einen Parcours hinter sich zu bringen.
In meiner Not klammere ich mich auch noch an den Strohhalm einer Physic-Engine, die uns irgendwann mal erlauben wird über Hügelkanten hinunter zu fahren (oder zu fallen) und über kleine Bodenwellen zu springen.
Denn dann wird für mich jede Karte zur Rallye-Strecke und meine Garage endgültig zum Rennstall.

Tally-ho,

euer Brethren


Zuletzt von Brethren am Do Aug 18, 2011 2:12 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

Brethren
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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Do Aug 18, 2011 2:08 pm

"Wanderzirkus WoT - von Marktschreiern und Weltuntergangspropheten."

Gedanke des Tages: "Good? Bad? I'm the guy with the gun!" (Ash, Army of Darkness)


Erstelldatum: 05.08.2011


Kawabunga!

Hallo liebe Panzerknacker von nebenan. Es ist soweit. Wir alle sitzen im Sommerloch und plagen uns mit zweifelhaftem Sommerwetter und schwüler Hitze. Zeit etwas Dampf abzulassen!

Der anstehende Patch 6.6 ist in aller Munde, und Runde um Runde drehen frustbepackte Worte ihre La Ola durch unsere Spielergemeinde.
Und wenn hitziges Wetter sich mit hitzigen Gemütern trifft, wird es Zeit einen großen Eimer eiskalter logischer Argumente als Dusch-Ersatz zur Abkühlung zu gebrauchen... und ratet mal: Mein Fass ist gerade voll geworden.

Eine Spiel-Erweiterung ist immer auch ein Abenteuer. Sehnsüchte sollen befriedigt und Ängste gemildert werden. Die Spieleschmiede steht vor der Herausforderung mehr Anreize für das Spiel zu schaffen (immerhin verdienen sie nur so ihr Geld), aber auch vor dem Problem das "Alte" nie ganz über den Haufen werfen zu können, weil Spieler nunmal träge Gewohnheitstiere sind und es nicht gerne sehen, wenn ihre liebsten Stücke nur noch für den Flohmarkt taugen.
Unterm Strich bedeutet das, dass es keine "abgefahrenen" Neuerungen gibt, sondern man sich bemüht das bestehende Repertoire sinnvoll zu ergänzen und zu erweitern.

So weit, so gut. Nun hat sich leider bei wargaming.net ein kleiner Verfahrensfehler eingeschlichen.
Als fast fertiger Ingenieur kann ich den Drang der Entwickler verstehen, den Test-Server als Forschungsplattform zu verwenden. Hier kann man Neuerungen auf Herz und Nieren testen, Dinge über- oder untertreiben und ohne viel Aufwand wieder verwerfen oder ändern.
Jeder Spieler, in diesem Fall "Tester" kennt sich aus und weiss, dass die Dinge so laufen.

Dummerweise ist jeder Test-Spieler auf dem Test-Server nicht nur ein objektiv kritischer Betrachter, sondern immer auch ein Fan-Boy/Girl. Warum sollte man sich denn auch sonst unbezahlte Arbeit machen?
Durch diese unheilvolle Verknüpfung passiert es allerdings häufig, dass Hoffnungen/Sehnsüchte/Ängste aus dem Rahmen fallen. Durch Clan, TS, Züge und diverse Chats verselbstständigen sich Nachrichten via Mundtelefon. Ähnlich dem BILD-Syndrom werden hauptsächlich Meinungen nachgeplappert und verbreitet, da man sich selbst keine eigenständige Meinung machen kann oder will. (Sich eine Meinung zu bilden ist schliesslich harte Arbeit!)

In dieser Kombination ist es den Spiele-Entwickern (übrigens auch keiner anderen Person auf der Welt) möglich die Scharen der erwartungsvollen Menschen zu befriedigen. Entweder fangen die das Weinen an, die sich mehr erhofft hatten... oder die, die gerne etwas weniger gehabt hätten.

Im Gebrüll der Masse geht schlussendlich leider unter, dass sich die Leute hinter dem Spiel wirklich Arbeit machen, um uns mehr zu bieten. Und auch wenn ein wenig Patriotismus das Schaffen der Entwickler möglicherweise einfärbt, so finde ich doch, dass diese Leute gute Arbeit machen.
Sie geben mir die Möglichkeit kostenlos ein Spiel zu spielen und lassen es in Zukunft sogar zu ohne Premium Züge für zwei Spieler zu öffnen.
Sie versuchen das Spiel kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern.
Sie zwingen mich nicht dazu Wehrmachts-Panzer zu fahren, weil ich hierzulande geboren bin. (das tut mein eigener Nationalstolz! Razz )

Ich würde mir wünschen es würde nicht so viel lamentiert über ein Spiel, das uns keiner zwingt zu spielen. Gerade beim direkten Vergleich von Fahrzeugen hören ich oft die unmöglichsten Argumente... okay, sehr oft höre ich gar keine Argumente, nur Beschwerden.
Dabei vergessen viele (auch Panzerknacker) anscheinend, dass WoT immer noch ein Team-Spiel ist. Ich muss den Über-IS-4 da vorne nicht allein besiegen!
Vergessen wird auch, dass es andere Tech-Stufen, als die "magische 9" gibt. Fragt mal einen IS-3 Fahrer, was passiert wenn er auf einen Tiger2 oder T32 trifft.
Geht und vergleicht mal einen Pershing mit dem jetzigen noch-Panther und dem T-44. Der Russe ist in meinen Augen jetzt schon schlechter, als seine beiden Konterparts... wie soll das erst enden, wenn er bald dem Panther2 gegenüber stehen soll?

Das Spielkonzept, bestehend aus Fahrzeugen, Karten, Spieler-Können, Teamfähigkeit und einer Prise Glück, ist zu kompliziert, um es auf ein Stein-Schere-Papier-Prinzip zu reduzieren.
Ein umfangreicher Tech-Tree bedeutet eine Vielfalt an Herausforderungen die zu bestehen sind, eine "Balance" dieser Vielfalt ist schwer zu erreichen... und wenn ich ehrlich bin auch nicht nötig.

Aber auch wenn Anderes behauptet wird: Die "perfekte Balance" gibt es.
-> Jeder Spieler fährt genau ein und den selben Panzer und sonst nichts.
Und was wäre das? Genau. Langweilig.

Daher möchte ich mit Nachdruck dafür werben, dass der gerade auftretenden Stimmung, verbreitet von selbsternannten Weltuntergangs-Propheten Einhalt geboten wird.
Ein Spiel, egal wie "professionell" es betrieben wird, soll auch Spaß machen. Wer meint (bald) keinen Spaß mehr zu haben, dem bleiben ein paar Optionen offen:
Jedes andere Verhalten verdirbt mir und anderen Leuten, die gerne spielen den Spaß und ich werde den Miesmachern nur noch ein sehr reduziertes Verständnis entgegen bringen.

Es wird immer Fahrzeuge geben, die "stärker" sind als andere... und es wird immer genügend "Noobs" in diesen Fahrzeugen geben, die diesen "Vorteil" im Spiel wieder gewaltig reduzieren.
Gebt euch einen Ruck und wartet geduldig auf die Dinge, die da kommen. WoT lebt und entwickelt sich, auch die jetzigen Neuerungen werden irgendwann alt sein und überholt werden.

Lacht nicht über jene, die mit einem Messer zur Schiesserei kommen... ihr habt keine Ahnung wie gut sie mit dem Messer sind.


Mit beruhigen Nerven und nun sonnigem Gemüt,

euer Brethren


Zuletzt von Brethren am Di Okt 14, 2014 1:51 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Loki_THF am Do Aug 18, 2011 4:07 pm

Schön das Du die Kolummne hierher gerettet hast. Danke.... Ich freu mich schon darauf neues von Dir lesen zu dürfen alien

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  prnzss am Do Dez 08, 2011 8:39 am

Mit Genuss gelesen, warte auf Fortsetzung Cool


lg

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Sa Dez 10, 2011 6:11 pm

"Statistik WoT - von der Kunst zwischen den Zahlen zu lesen."

Gedanke des Tages: "Physiker beschreiben die Welt in Formeln und Zahlen... doch die Welt hält sich einfach nicht dran." (grad selbst erdacht)


Erstelldatum: 10.12.2011


Einen frohen Advent euch Panzerknackern.

Es fühlt sich schon fast wie ein wenig Thread-Nekromantie an was prnzess hier betreibt, doch hat es mich an die ein oder andere schöne Stunde erinnert, die ich beim Schreiben dieser Texte hatte. Und obwohl gerade keine hitzige Diskussion in der Spielergemeinde kursiert habe ich doch ein Thema gefunden über das ich mich auslassen möchte.
Viel Spaß beim Lesen. Wink

Statistik ist ein Werkzeug um quanitative Informationen zu verarbeiten und anschaulich darzustellen. Durch menschliche oder programmierte Hand wird so eine Flut an Zahlen umgewandelt und lesbar gemacht. Wer jetzt allerdings denkt, dass eine Statistik jedwede Arbeit vom Leser fern hält, liegt weit daneben. Fliegt man einfach nur über die Ergebnisse kommt man zu allen möglichen Schlüssen... nur nicht zu den Richtigen. Eine Statistik korrekt zu lesen ist mühsam und funktioniert nicht ohne seine grauen Zellen zur Arbeit zu zwingen.

Genau an diesem Punkt frage ich mich, was die Programmierer von wargaming.net sich bei unserer spielinternen WoT-Statistik gedacht haben. Man erhält eine Fülle an Informationen über seinen und andere Accounts. Doch die erste Katastrophe fängt für mich schon bei der Sortierung an. Meine Fahrzeuge sind nach Anzahl der Gefechte sortiert... Schön und gut, daraus könnte man schnell sehen welche Panzer ich am häufigsten und damit wahrscheinlich am liebsten bewege. Stimmt bei mir jedoch schonmal nicht. Der KV, das Object 212 und der KV-1S (Platz 1 - 3) verlassen bei mir nicht mehr oft die Garage. Zudem passiert es mir immer wieder, dass ich eine Minute lang auf der Suche nach einem bestimmten Fahrzeug durch meine Statistik blättere, weil sich aufgrund der Gefechte die Anordnung mal wieder verschoben hat. Alpabetische Sortierung wäre mir hier deutlich lieber. Mad

Der einzige Wert, der gleich beim ersten Lesen Schlüsse zulässt sind die durchschnittlichen Erfahrungspunkte pro Gefecht. Daher nutze ich (und andere auch) diesen Wert als ersten Anhaltspunkt. Dabei sollte man aber auch immer im Kopf behalten, dass ein "Durchschnittswert" bei 3 Gefechten die gleiche Aussagekraft besitzt wie eine politische Wahlkampfrede... garkeine. Erst ab 100 (Fahrzeug) oder 1000 (global) Gefechten gehe ich davon aus, dass mir ein Durchschnittswert nichts mehr vorlügt.

Interessanter Weise finden sich unter den ausgegebenen Werte einige, die kaum einer objektiven Betrachtung nützen, wie zum Beispiel die höchste erzielte XP-Zahl. Dieser Wert dient wunderbar dazu den dicken Mann/Frau zu markieren, doch eine einzelne Spitzenzahl sagt leider wenig über unsere Fähigkeit aus ein Fahrzeug konstant auf hohem Niveau zu bedienen. Natürlich weiss ich von jedem, der schonmal Werte über 2000XP eingefahren hat, dass er kein Anfänger mehr ist, aber hier hört die Aussagekraft dieser Zahl schon auf. Selbiges gilt dann auch für die maximale Anzahl an zerstörten Fahrzeugen in einer Schlacht. Und wofür in drei Teufels Namen muss ich meine bisher erwirtschafteten Erfahrungspunkte wissen?  Suspect
Die Aussage der globalen Trefferquote ist ebenso für den Abfluss, denn in dieser groben Mischung spielen die Fahrzeuge, die man fährt eine größere Rolle, als das eigene Können. Artillerie erzielt nunmal weniger direkte Treffer, als ein scharf schiessender Tiger. Russische Kanonen, Fahrzeuge die aus der Bewegung feuern und 2cm-Schnellfeuer verzerren diesen Wert weiter bis zur Unkenntlichkeit. Nur an einzelnen Fahrzeugwerten kann man hier feststellen wie "ruhig" ein Spieler beim Schuss ist. Lustigerweise ist mein Panzer mit der höchsten Genauigkeit der IS-3... wo doch Russen nicht unbedingt für die genauesten Kanonen bekannt sind.  Very Happy

Die prozentuale Angabe von Siegen, Niederlagen und Überlebensrate kann dagegen die ein oder andere Aussage parat halten. Zwar ist die Siegrate eines einzelnen Fahrzeugs immer stark den Teams geschuldet mit denen man fährt, doch global kann man nach ein paar tausend Schlachten durchaus sehen welchen Einfluss man selbst auf das Geschehen nimmt. Zumindest nehme ich an, dass ich bei 57% Siegrate für die 7% über dem Durchschnitt selbst verantwortlich bin.  Wink
In gewisser Weise bin ich stolz auf meine Überlebensrate von nur 26%. Ich opfere mich (manchmal auch sinnlos) fürs Team, verstecke mich nicht irgendwo und warte auf Ziele. Jeder kann sich selbst die passenden Worte suchen, doch meine Beschreibung lautet: "Die Front bin ich." Twisted Evil
Doch mehr als Tendenzen kann man hier doch auch nicht feststellen.
Ein Beispiel:


    mein Objekt 212:
  • win rate: 58%
  • avg XP: 738
  • dmg/battle: 2149
    mein Objekt 261:
  • win rate: 45%
  • avg XP: 632
  • dmg/battle: 2297

Meine 8er-Artillerie hat also bei höherem Schadens-Output weniger Siege und XP pro Gefecht... und wie sie sehen, sehen sie nichts. Very Happy

Kopfschüttelnd greife ich jedoch immer wieder zum Taschenrechner weil ich feststelle, dass an sich aussagekräftige Werte nur bruchstückhaft vorhanden sind. Angerichteter Schaden pro Gefecht (wie im Beispiel) gibt einen recht guten Aufschluss darüber wie verheerend man seine Fahrzeuge an den Gegner bringt und welche Panzer gleicher Stufe man effektiver fährt. Insbesondere Artillerie lässt sich sehr gut darauf begrenzen, da man kaum mit "spotten" oder "blocken" beschäftigt ist. Bei Scouts kann man dagegen den Schadens-Output vernachlässigen, da Licht und der dadurch entstehende Schaden nur in den XP-Zahlen verwertet werden. Bei schweren Panzern hingegen würde ich gerne wissen wie "teuer" ich mich verkaufe. Ein Verhältnis zerstörter Fahrzeuge zu gefahrener Schlachten oder zu zerstörtem eigenen Fahrzeug gibt es nur leider erst nach der Umrechnung.

Dennoch traue ich mich immer wieder in diesen kryptischen Urwald, denn zwischen den Zahlen versteckt sich immer wieder die ein oder andere amüsante Überraschung. Denn man kann sich hier sein eigenes Bauchgefühl sowohl bestätigen (passt), als auch widerlegen lassen (verwundert). Da schaut man ein wenig entgeistert auf Werte, beginnt zu vergleichen... und stellt fest, dass man mit anderen Fahrzeugen "besser" fährt, als mit persönlichen Lieblingen. confused
Gerade in der letzten Woche verleitete mich eine solche Entdeckung zu einer ingenieurtechnischen, wissenschaftlich hoch fundierten Aussage:

In dark ages past there's a name,
rarely spoken by those still sane,
afraid to waken things from slumber,
named only with a dreadful number,
not to call forth the beast of pain,
born of metal and of flame.

It's hoves would shatter solid ground,
crush everything that could be found.
With a strength like hundred horses,
it would run over our dying corpses.
It's roar would wail across the land,
to warn those who dare to stand.

But if you do stand against his threat,
to see the horns on the devil's head,
to pay withness to it's raging might,
be sure to hide yourself from sight.
For when you look into it's eye,
be prepared to burn and die.

Remember this nightmare of mine.
The number of the beast is T29.


Und damit wünsche ich euch einen schönen Abend und ein ebensolches Wochenende.

Euer Brethren.


Zuletzt von Brethren am Di Okt 14, 2014 1:50 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

Brethren
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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  NurEinSchatten am Di Dez 13, 2011 9:02 am

Auch wenn sie ein bisschen unterzugehn scheint bei der Community - ich freu mich immer sehr über neue Artikel! Bitte weiter so!

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  McMus am Di Dez 13, 2011 9:22 am

Hier geht gar nichts unter study

Das ist so leichte Kost, die schwimmt sogar auf Milch .... jam jam

Danke Brethren

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Pasch am Di Dez 13, 2011 2:17 pm

i like Razz sprichst mir aus der seele

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Ego77 am Sa Jan 28, 2012 9:14 pm

Deine kleine Kollumne hat mir sehr geholfen und durch dich hab ich mir den kv-1s geholt.

Danke für diesen tollen "Geheimtipp"! Very Happy

LG Ego77

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Brethren am Di Okt 14, 2014 1:48 pm

"Es war einmal... war da was?"


Gedanke des Tages: "I am become time, destroyer of worlds." (Krishna)


Hallo liebe Panzerknacker,

da war doch mal was. Manchmal ist es wundervoll in Erinnerungen an die Vergangenheit zu kramen. Man kann etwas Schönes wieder entdecken oder, so Selbstreflexion vorhanden, über eine frühere Narretei schmunzeln. jocolor
Gerade finde ich ein wenig Zeit dafür denn mein Panzer, viel zu früh kaputt gegangen, hängt gerade im Gefecht fest. Die geneigten Leser würde ich gerne auf diesen Trip in meine/unsere WoT-Vergangenheit einladen.

Da ich im TS in der Regel eher den Ruhigen gebe, war mir damals danach bestimmte (eigene) Ansichten und Meinungen an unsere Community zu bringen. Die geschriebene Form schien mir zu der Zeit die beste Möglichkeit Viele zu erreichen und meine Meinungen vollständig kommuniziert zu wissen.

Wer ein eigenes Kind aufwachsen sieht, der ist es gewohnt vor Augen geführt zu bekommen wie die Zeit vergeht. Dennoch musste ich beim Blick auf den Inhalt ein wenig schlucken.

Brethren schrieb:

  1. "Grußworte" - (neu) 01.06.2011
  2. "Der KV - in 80 Tagen über die Karte." - 01.06.2011
  3. "KV-1S - Ein Mauerblümchen mit Dornen." - 08.06.2011
  4. "Rallye WoT - Panzerfahren mit Bleifuss." - 25.07.2011
  5. "Wanderzirkus WoT - von Marktschreiern und Weltuntergangspropheten." - 05.08.2011
  6. "Statistik WoT - von der Kunst zwischen den Zahlen zu lesen." - 10.12.2011


3 Jahre ist das nun her? Ich spiele schon seit mehr als 4 Jahren dieses Spiel? Den einzigen Trost gegen das "alt werden" empfinde ich hier in dem Wissen, dass unsere Community mit mir älter wird. Die Panzerknacker sind schließlich auch schon 4 Jahre alt. Wink

Lasst uns nun ein wenig Staub aufstöbern und in dem Kramen, was mal so war.

Damals nur KV, heute KV-1 & KV-2 beschreibe ich in "Der KV - in 80 Tagen über die Karte." den Panzer und die Trollgun als Spaß... daran hat sich denke ich bis heute wenig geändert. Der KV-2 rollt nun zwar auf Tierstufe 6 und befindet sich nicht mehr am oberen Ende der Nahrungskette, doch hat das 152mm-Rohr wenig von seinem Charme verloren. Smile

"KV-1S - Ein Mauerblümchen mit Dornen." - allein schon der Titel muss dem/der ein oder anderen hier grotesk vorkommen. Doch gab es tatsächlich mal eine Zeit in der dieser Panzer ein Randdasein, durch die Konkurrenz zum alten KV-3, fristen musste. Erlebt haben wir nun die lange Blützeit des KV-1S und nun die Wiedereingliederung in den Sumpf der Mitte.

Zu meinem "Rausch der Geschwindigkeit" bekenne ich mich in "Rallye WoT - Panzerfahren mit Bleifuss." und bennene den Wunsch nach einem Renn-Modus. Ich glaube mehr muss an dieser Stelle gerade nicht gesagt werden. Very Happy

Einige Dinge finden sich, ich denke in abgeschwächter Form, heute immer noch. "Wanderzirkus WoT - von Marktschreiern und Weltuntergangspropheten." dreht sich um den bevorstehenden Patch 6.6 und unter anderem die Einführung der deutschen E-Serie, allerdings noch ohne den E-50M.
Für einige Leute geht heute nach wie vor mit jedem Patch die (Spiel-)Welt unter, jedoch habe ich den Eindruck, dass es weniger geworden sind. Oder ich überhöre jene Lamentierer mittlerweile einfach. Razz

Interessant finde ich, dass einige Dinge die ich in "Statistik WoT - von der Kunst zwischen den Zahlen zu lesen." als Wunsch äußere nunmehr tatsächlich in der WoT-eigenen Statistik zu finden sind.
Allerdings glaube ich auch, dass Wargaming mit dem jetzt neuen Medallien-Rausch keine weitere Besserung an den Start gebracht hat. Wir werden sehen ob das noch irgendwo hin führt.

Obwohl ich ursprünglich den Entschluss gefasst hatte hier etwas über die neuen Leichten Panzer loszuwerden, will ich nun an diesem Punkt schließen und euch Lesern die Zeit geben ebenfalls in alten Dingen (sprich: Artikeln) zu wühlen. Neues gibt es dann beim nächsten Mal.

Bis dahin viel Spaß und gut Schuss.

Euer,
Brethren

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

Beitrag  Asgardt am Di Okt 14, 2014 3:09 pm

OMG wie die Zeit vergeht... pirat

Schön geschrieben Breth!

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Re: "Bellum verborum - (m)eine WoT-Kolumne"

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